Geschichte der Tätowierungen: Matrosen und Gefangene

Geschichte der Tätowierungen: Matrosen und Gefangene

Die Geschichte der Tätowierungen bei Seeleuten und Gefangenen

Tattoos haben eine lange und abwechslungsreiche Geschichte, mit Beweisen für Tätowierungen, die bis in alte Zivilisationen auf der ganzen Welt zurückreichen. In vielen alten Kulturen wurden Tätowierungen für spirituelle oder religiöse Zwecke verwendet, um wichtige Lebensereignisse oder sozialen Status zu markieren oder als eine Form therapeutischer Intervention.

In der westlichen Welt wurden Tattoos ursprünglich mit Seeleuten und Gefangenen in Verbindung gebracht. Seeleute ließen sich oft Tätowierungen machen, um ihre Reisen zu markieren oder ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten maritimen Gemeinschaft zu symbolisieren. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert waren Tätowierungen auch bei Gefangenen beliebt, die Tätowierungen verwendeten, um ihre kriminellen Zugehörigkeiten zu kennzeichnen.

Matrosen und Gefangene waren natürlich nicht die einzigen, die Tätowierungen bekamen, aber sie gehörten zu den frühesten Anwendern dieser Praxis in der westlichen Welt. Als solche werden Tätowierungen seit langem mit der Seefahrt und kriminellen Subkulturen in Verbindung gebracht.

Gefängnis - Seemann Tattoo

Aber warum waren Tattoos bei Seeleuten und Gefangenen so beliebt?

Für Seeleute dienten Tätowierungen einer Reihe von Zwecken. Abgesehen davon, dass sie ihre Reisen und Zugehörigkeiten markierten, wurden Tätowierungen auch als Mittel angesehen, um Pech auf See abzuwehren. Viele Seeleute glaubten, dass Tätowierungen mystische Kräfte hätten, die sie vor Gefahren schützen könnten, und ließen sich daher oft Tätowierungen mit Symbolen wie Ankern, Haien und Meerjungfrauen stechen.

Gefangene hingegen verwendeten Tätowierungen, um ihre kriminellen Zugehörigkeiten zu kennzeichnen und ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Bande oder Gruppe zu zeigen. Tätowierungen wurden auch als Identifikationsmerkmal verwendet, da Gefangene während der Inhaftierung oft keine persönlichen Gegenstände mit sich führen durften.

Im Laufe der Zeit hat sich die Assoziation zwischen Tätowierungen und Seeleuten und Gefangenen verändert. Während Tätowierungen bei diesen Gruppen immer noch beliebt sind, sind sie nicht mehr die ausschließliche Domäne der Seefahrer- und kriminellen Subkulturen. Stattdessen sind Tätowierungen zunehmend zum Mainstream geworden, wobei sich Menschen aus allen Gesellschaftsschichten aus den unterschiedlichsten Gründen tätowieren lassen.

Trotz dieser Verschiebung bleiben Tätowierungen ein starkes Symbol der Seefahrer- und kriminellen Subkulturen und sie sind weiterhin ein wichtiger Teil der Geschichte und Kultur des Tätowierens. Ob aus dekorativen oder persönlichen Gründen, Tattoos sind eine beliebte Form der Körperkunst, die sich mit jeder Generation weiterentwickelt und verändert.

 Russisches Gefängnis-Tattoo